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Geschichte

1997 fand der erste Gedankenaustausch der beiden Vorsitzenden der Schramberger Turnerschaft 1858 e.V. Edgar Brändle und dem Turnverein Sulgen 1908 e.V. Lothar Neudeck über eine Fusion beider Vereine statt.

Beide Vorsitzenden unterrichteten zuerst ihre Vorstandskollegen und baten um Einverständnis weitere Fusionsgespräche führen zu dürfen. Die Gremien sahen in einem Zusammenschluss beider Vereine nur Vorteile für die Zukunft.

In zahlreichen getrennten und gemeinsamen Sitzungen kamen sich beide Vereine näher. Loslösen musste man sich bei allen Gesprächen von dem Gedanken, welche Vorteile eine Fusion für den einen oder anderen Verein bringe, da letztendlich ein völlig neuer Verein entstehen würde. Die Vorsitzenden mussten aber auch nach innen und außen viel Überzeugungsarbeit leisten.

Man verständigte sich darauf, dass man zunächst einmal für eine Übergangsphase intensiv zusammenarbeitet, um damit den Weg für eine spätere Fusion zu ebnen. Hierzu gehörten in unregelmäßigen Abständen gemeinsame Vorstandssitzungen mit gegenseitiger Information und Absprache einer engeren Kooperation.

Zunächst kam es 1999 zur Gründung der Handballspielgemeinschaft (HSG). 2001 wurde eine gemeinsame Badminton-Abteilung gegründet und 2004 kam es zur Gründung der gemeinsamen Basketball-Abteilung.

2001 beschlossen beide Vereine 2008 das 150-jährige Jubiläum der Schramberger Turnerschaft und das 100-jährige Jubiläum des Turnverein Sulgen gemeinsam mit dem 100-jährigen Jubiläum der Spielvereinigung 08 Schramberg als „Jahr des Sports“ zu feiern.

Im Jubiläumsjahr präsentierten sich die drei Vereine das ganze Jahr über mit einzelnen gut besuchten Veranstaltungen. Alle Veranstaltungen aufzuführen würde diesen Rahmen sprengen.

Das Festbuch, das die drei Vereine zum Anfang des Jubiläumsjahres herausbrachten, wurde vom Schwäbischen Turnerbund in einem Festakt im „Haus des Sport“ in Stuttgart am 15. November 2009 zur besten Jubiläumsfestschrift 2008 gekürt.

Am 29. Juni 2008 fand in den Sporthallen in Schramberg, Sulgen und Waldmössingen, sowie auf dem Sportplatz in Sulgen ein vielbeachtetes Kinderturnfest des Turngaus Schwarzwald statt. Dabei wurde der 1. Vorsitzende des Turnverein Sulgen, Lothar Neudeck für seine besonderen Verdienste für das Turnen vom DTB- / STB-Präsident Reiner Brechtken die Urkunde  „Ehrenmitglied des STB“  überreicht.

Vom 25. Mai 2008 bis 14. September 2008 fand im Stadtmuseum unter dem Motto „Sport in Schramberg Drei Vereine und ihre Geschichte“ eine vielbeachtete Ausstellung statt. Der offizielle Jubiläumsfestakt war am 31. Mai 2008 im vollbesetzten Bärensaal in Schramberg mit prominenten Rednern und Gästen. Das Jubiläumsjahr 2008 war ein voller Erfolg, auch und hinsichtlich des Miteinanders und der Kameradschaft. Dabei wurden die letzten Zweifel an einer Fusion beseitigt.

Bei den getrennten Hauptversammlungen 2010 beider Vereine wurde von den Mitgliedern beschlossen noch im selben Jahr zu einem starken und zukunftsfähigen Verein zu fusionieren.

Am 29 Okt. 2010 im „Hotel Villa Junghans“, wurde in einer von beiden Vereinen gut besuchten Versammlung einstimmig die Fusion beschlossen und der neue Verein

Sportgemeinschaft Schramberg 1858 e.V.

aus der Taufe gehoben, sowie die gesamte Vorstandschaft gewählt.

Die 1. Jahreshauptversammlung fand in der Gymnastikhalle in Sulgen am 25. März 2011 in einer erfreulich guten Atmosphäre statt, bei der die Vorstandschaft bestätigt wurde. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Fusion der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt war.

Die Sportgemeinschaft Schramberg 1858 e.V. ist in der Region einer der leistungsfähigsten und innovativsten Vereine mit ca. 2400 Mitgliedern und einem breit gefächertem sportlichen Angebot. Angeboten wird Wettkampf- und Gesundheitssport in den verschiedensten Sportarten für alle Altersstufen.

Näheres über die gesamten Sportangebote sind bei den einzelnen Abteilungen unter „Trainingszeiten“ und bei den Kursangeboten aufgeführt.

Schramberger Turnerschaft 1858 e.V.

Am 22. Mai 1858 gründeten 22 Männer den Turnverein.

Mitglied durfte jeder unbescholtene Mann werden, der das Turngesetz anerkannte und das Eintrittsgeld von 48 Kreuzern und den wöchentlichen Beitrag von 9 Kreuzern bezahlen konnte.

Die Schramberger Turner übernahmen den Turnanzug des ältesten, von Turnvater Jahn 1911 gegründeten Turnvereins auf der Hasenheide in Berlin. Es war eine lange grauleinene Hose mit einer kurzen oben geschlossenen Jacke, die nicht nur zum Turnen, sondern auch zu allen Festen und zu Turnfahrten getragen werden musste.

An drei Abenden in der Woche wurde auf dem Turnplatz unter strenger turnerischer Zucht trainiert. An Turngeräten standen Reck, Barren, Pferd und einige Hanteln zur Verfügung. Außerdem wurde das Wandern eifrig betrieben.

1861 vereinigten sich die Turnvereine Schramberg, Schwenningen und Tuttlingen zu einer Arbeitsgemeinschaft zur Hebung und Ausbreitung des Turnens. Aus dieser Vereinigung entstand in der Folge der Turngau Schwarzwald. Im selben Jahr wird der Verein in den 1848 gegründeten Schwäbischen Turnerbund aufgenommen und führte das erste von insgesamt sieben Gauturnfesten in Schramberg durch.

1884 wurde mit dem Bau einer Turnhalle durch die Stadt Schramberg begonnen, zu dem der Turnverein 7.000 Mark zu den geplanten Gesamtkosten von 12.000 Mark beitrug und außerdem noch die Erstausstattung der Halle mit Geräten übernahm. Als Gegenleistung hatte der Verein das Recht auf immerwährende kostenlose Nutzung der Halle. 1886 wurde die Halle mit einem großen Fest eingeweiht.

 

1891 splittert sich eine Gruppe aus politischen Gründen vom Turnverein ab und gründet mit 16 Mitgliedern den Turnerbund Schramberg. 1902 bezieht dieser die heute noch im Besitz des Vereins befindliche Tös-Sporthalle.
1895 wird das erste Schwimmbad eröffnet und 1920 mit dem Bau des Bernecksportplatzes begonnen. 1934 wird das Berneckschwimmbad eröffnet.

1934 wurde durch politischen Druck der Zusammenschluss des Turnvereines mit dem Turnerbund und anderen Sportvereinen zur Schramberger Turnerschaft 1858 durchgeführt.

1946 werden die Vereine von der Besatzungsmacht aufgelöst. Nur ein sportlicher Großverein wurde gestattet und der Verein für Leibesübungen entstand. Die Turnerschaft wurde als Fachschaft Turnen angegliedert.

1950 wurde die Selbstständigkeit des Vereins unter dem alten Namen wieder hergestellt.

Die Entwicklung der unterschiedlichen Abteilungen

1887 Gründung der Männerriege
1893 Gründung eines Spielmannszuges
1895 Bildung einer Sängerriege
1910 wird eine Spielabteilung gegründet, Hauptspielart ist Faustball
1911 Aufnahme des Schüler- und Schülerinnenturnens, des Jungenturnens und Gründung einer Turnerinnenabteilung
1913 Gründung der Fechterschaft
1920 wird das volkstümliche Turnen (heute Leichtathletik) aufgenommen
1921 die Bildung der Schwimmabteilung und der Abteilung für Turnerinnen und Frauenturnen
1923 Gründung der Handball-Abteilung
1929 eine Turnabteilung für verheiratete Frauen wird eingerichtet
1948 Bildung der Abteilung Tischtennis
1956 wird der Versehrtensport aufgenommen
1971 Gründung der Volley-Ball-Abteilung
1972 Basketball wird Abteilungssport
1974 die Jedermänner-Abteilung wird gegründet
1997 die Abteilung Fit & Gesund / Trendsportarten wird gegründet
2001 Gründung der SPOKI-Abteilung
Turnverein Sulgen 1908 e.V.

Bürger der beiden Höhengemeinden Sulgen und Sulgau, die in der aufblühenden Schramberger Industrie Beschäftigigung fanden, trafen an ihrem Arbeitsplatz auf begeistere Turner. Die Männer von der Höhe waren von deren Eifer beeindruckt. Neben dem 1858 gegründeten Männerturnverein gab es noch den 1891 von ihm abgespaltenen Turnerbund.

Auf Anregung von Fritz Gentner, Vorsitzender des Turnerbundes Schramberg wurde am 16. Februar 1908 im „Gasthaus Krone“ der Turnverein Sulgen-Sulgau gegründet. 22 Turnfreunde aus beiden Gemeinden Sulgen und Sulgau traten bei der Gründungsversammlung dem neuen Verein bei.

Zum 1. Vorsitzenden wurde der späteren Sulgauer Schultheiß Wilhelm Kammerer gewählt. Die tatkräftige Mithilfe von Fritz Gentner war zugleich Ausdruck einer stets freundschaftlichen Beziehung zwischen den Schramberger Turnern und den Turnern von der Höhe. In den Anfangsjahren unterstützten erfahrene Vorturner des Turnerbundes Schramberg den Turnverein Sulgen-Sulgau bei den Übungsstunden, zugleich wurden die Sulgener Turner zu den Turnabenden in Schramberg eingeladen.

Die Anfangsschwierigkeiten waren beträchtlich, denn die Turner fanden zunächst keinerlei Voraussetzungen ihren Sport auszuüben. Zunächst diente der Hofraum hinter der „Krone“ als Übungsgelände, die Kegelbahn daneben wurde als provisorische Turnhalle benutzt. Einige Zeit später stellte die Wirtin der „Linde“ den Eiskeller zur Verfügung. Sehr bald stellten sich die Turner die Frage, wie sie zu einer eigenen Halle kommen sollten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Bauplatzfrage und Finanzierung wurde mit dem Bau an der heutigen Hörnlestraße überwiegend in Eigenleistung 1928 begonnen. Zum 25-järigen Vereins-Jubiläum 1933 konnte die Steighäuslehalle fertig gestellt werden. Nach mehrmaligen Umbau und Renovierungen mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Mitglieder, wurde die Steighäuslehalle im Rahmen des 75-jährigen Vereins-Jubiläum 1983 in Josef-Häberle-Halle umbenannt.

Neben dem Turnen, das bis dahin nur von den Männern ausgeübt wurde, fand nach 25 Jahren der Gründung auch das Frauenturnen Eingang im Verein. In den zwanziger Jahren wurde auch eine Faustball-Abteilung gegründet.

Bereits seit 1911 gibt es eine Kinderturnabteilung, die  zeitweise zur größten Abteilung im Verein wurde.

Nach 1945 verbot zunächst die französische Besatzungsmacht jede sportliche Betätigung. 1947 erfolgte die Gründung eines zweiten Schramberger Großvereins, in dem die Sulgener Sportvereine zusammengefasst waren. 1950 wurde der Verein unter dem Namen „Turnverein Sulgen“ neu gegründet.

1947 wird die Handball-Abteilung gegründet, die 1994 bis 1999 eine Spielgemeinschaft mit dem Turn- und Sportverein Dunningen bildete. Durch die Gründung 1999 der Handballspielgemeinschaft Schramberg-Sulgen (Schramberger Turnerschaft - Turnverein Sulgen, HSG) kam es zur Trennung mit Dunningen in gutem Einvernehmen.

1963 kam es zur Gründung der Leichtathletik-Abteilung. 1972 bis 1977 schlossen sich die Sulgener und Schramberger Leichtathleten zu der LG Schramberg zusammen. In dieser Zeit wurden beachtliche Erfolge erzielt. 1974 kam die Abteilung Lauftreff dazu.

1978 kam es zur Gründung der Karate-Abteilung, der 1986 die Herzsportgruppe und 1998 die Tanzsportabteilung folgte.

In den Jahren nach 1977 wurde im Aufbau von Sparten des Breitensports ungewöhnliches geleistet. Durch das reichhaltige Angebot im Breitensport hat sich der Verein zum zweitgrößten Schramberger Verein entwickelt.

Um dem erheblichen Mangel an Übungsstätten einigermaßen entgegenwirken zu können, kaufte der Turnverein Sulgen 2001 das ehemalige evangelische Gemeindehaus und baute es mit Hilfe von vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Mitglieder zur heutigen Gymnastik-Halle um. Spenden, Zuschüsse seitens der Stadt Schramberg und des Württembergischen Landessportbundes trugen erheblich zur Verwirklichung einer langen Vision bei.